Auf einen Blick
WPC-Begriffe für Terrassendielen, Fassaden und Zäune verstehen: Werkstoffe, Herstellung, Montage, Prüfungen und Umweltinformationen.
Definitionen und Werkstoffaufbau #
Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff (WPC) — Werkstoff aus Holzpartikeln oder -fasern und Polymer. Rezeptur und Profil bestimmen die Eigenschaften; WPC ist keine Qualitätsklasse.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Holz-Polymer-Werkstoff; Holzkomposit. [1, 2]
Naturfaserverbundwerkstoff (NFC) — Verbund mit natürlichen Fasern oder Partikeln. Der Begriff ist weiter als WPC und umfasst beispielsweise Flachs und Hanf.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Naturfaserkomposit. [1, 2]
Holz-Thermoplast-Verbund (WTC) — Holzgefüllter Verbund mit wärmeerweichender Matrix. Ausgehärtete duroplastische Systeme sind davon ausgeschlossen.
Bezeichnungen und Abkürzungen: thermoplastisches Holzkomposit. [1, 2]
Verbundwerkstoff — Werkstoff aus zusammenwirkenden Bestandteilen. Die Bezeichnung allein nennt weder Harztyp noch Verstärkung oder geeigneten Einsatz.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Komposit. [1, 2]
Matrix — Zusammenhängende Phase um Füllstoff oder Fasern. Ihre Chemie beeinflusst Verarbeitung, Temperaturverhalten und Feuchteaufnahme.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Polymermatrix. [1, 2]
Thermoplast — Polymer, das bei Wärme erweicht und beim Abkühlen erstarrt. Wiederholte Verarbeitung kann schädigen; Schmelzbarkeit garantiert keine Verwertung.
Bezeichnungen und Abkürzungen: schmelzverarbeitbarer Kunststoff. [1, 2]
Duroplast — Ausgehärtetes Polymernetzwerk, das nicht einfach erneut schmilzt. Phenolharz und Epoxidharz unterscheiden sich von üblichen thermoplastischen Terrassenwerkstoffen.
Bezeichnungen und Abkürzungen: vernetzter Kunststoff. [1, 2]
Compound — Vorbereitete Mischung aus Polymer, Füllstoff und Additiven. Sie wird als Granulat geliefert oder direkt zum Produkt verarbeitet.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Werkstoffmischung. [1, 2]
Füllstoff — Bestandteil zur Veränderung von Kosten, Verarbeitung oder Eigenschaften. Höhere Steifigkeit bedeutet nicht automatisch höhere Schlagzähigkeit.
Bezeichnungen und Abkürzungen: partikulärer Füllstoff. [1, 2]
Verstärkung — Bestandteil zur Verbesserung bestimmter mechanischer Eigenschaften. Faserlänge, Orientierung und Haftung beeinflussen die Lastübertragung.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Verstärkungsfaser. [1, 2]
Fasern, Füllstoffe und Grundpolymere #
Holzmehl — Fein gemahlene Holzpartikel. Korngrößenverteilung, Holzart und Feuchte sind wichtig; Holzmehl entspricht nicht langen Verstärkungsfasern.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Holzpulver. [1, 2]
Holzfaser — Länglicher Bestandteil aus Holz. Verkürzung beim Mischen kann die Verstärkungswirkung verändern.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Holzfasern. [1, 2]
Naturfaser — Faser natürlichen Ursprungs, etwa Holz, Flachs oder Hanf. Der Ursprung macht den gesamten Verbund nicht biologisch abbaubar.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Pflanzenfaser. [1, 2]
Cellulose — Strukturpolysaccharid pflanzlicher Zellwände. Hydroxylgruppen fördern Wasseraufnahme und erschweren die Anbindung an unpolare Polymere.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Zellulose. [1, 2]
Lignin — Komplexes Pflanzenpolymer, das zur Zellwandsteifigkeit beiträgt. Chemie und Bewitterungsverhalten unterscheiden sich von Cellulose.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Holzlignin. [1, 2]
Reisspelze — Schutzhülle des Reiskorns, nach Aufbereitung als Füllstoff nutzbar. Ihr Siliciumdioxidgehalt unterscheidet sie von Holzmehl.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Reishülse. [1, 2]
Aspektverhältnis — Verhältnis von Faserlänge zu Querdimension. Hohe Werte können Verstärkung fördern; Verteilung und Faserschädigung wirken ebenfalls mit.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Längen-Durchmesser-Verhältnis. [1, 2]
Feuchtegehalt — Wassermenge auf angegebener Nass- oder Trockenmassebasis. Zu viel Feuchte kann Verarbeitungsfehler verursachen.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Rohstofffeuchte. [1, 2]
Polyethylen hoher Dichte (HDPE) — Polyethylenfamilie als WPC-Matrix. Sorte, Schmelzfluss und Additive müssen spezifiziert werden.
Bezeichnungen und Abkürzungen: PE-HD. [1, 2]
Polypropylen (PP) — Thermoplast für Naturfaserverbunde. Verarbeitung und Faserverträglichkeit müssen zur gewählten Sorte passen.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Polypropen. [1, 2]
Polymere und Grenzflächenchemie #
Polyvinylchlorid (PVC) — Thermoplast in einigen Verbundprofilen. WPC bedeutet nicht PVC-frei; die tatsächliche Rezeptur prüfen.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Vinylkunststoff. [1, 2]
Polyethylen (PE) — Thermoplastfamilie einschließlich HDPE und LDPE. Sorten unterscheiden sich bei Dichte, Fließen und mechanischem Verhalten.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Polyethen. [1, 2]
Polyethylen niedriger Dichte (LDPE) — Stärker verzweigtes Polyethylen. Ein Austausch gegen HDPE kann Steifigkeit und Verarbeitung verändern.
Bezeichnungen und Abkürzungen: PE-LD. [1, 2]
Polymilchsäure (PLA) — Polyester häufig aus nachwachsenden Rohstoffen. Biobasierter Ursprung beweist weder Außenbeständigkeit noch Abbau im Garten.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Polylactid. [1, 2]
Recyceltes HDPE (rHDPE) — Zur Wiederverwendung zurückgewonnenes HDPE. Verunreinigung, frühere Alterung und Chargenschwankungen müssen beherrscht werden.
Bezeichnungen und Abkürzungen: HDPE-Rezyklat. [1, 2]
Maleinsäureanhydrid-gepfropftes PP (MAPP) — Funktionalisiertes PP zur verbesserten Faser-Matrix-Verträglichkeit. Dosierung und Wirkung hängen von der Rezeptur ab.
Bezeichnungen und Abkürzungen: maleiniertes Polypropylen. [1, 2]
Maleinsäureanhydrid-gepfropftes PE (MAPE) — Funktionalisiertes PE für geeignete PE-Verbundsysteme. Es ist nicht automatisch mit MAPP austauschbar.
Bezeichnungen und Abkürzungen: maleiniertes Polyethylen. [1, 2]
Haftvermittler — Additiv zur besseren Wechselwirkung verschiedener Bestandteile. Kompatibilisatoren erfüllen eine verwandte, nicht immer identische Aufgabe.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Kopplungsmittel. [1, 2]
Gleitmittel — Additiv zur Reibungsminderung bei der Verarbeitung. Ungeeignete Art oder Überdosierung kann Haftung und Oberfläche beeinträchtigen.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Verarbeitungshilfsmittel. [1, 2]
UV-Stabilisator — Additiv zur Begrenzung lichtbedingter Schädigung. Es garantiert weder dauerhaft unveränderte Farbe noch unveränderte freiliegende Holzpartikel.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Lichtschutzmittel. [1, 2]
Additive und Grundverfahren #
Antioxidans — Additiv gegen oxidative Schäden bei Verarbeitung und Nutzung. Wirkung hängt von Chemie, Konzentration und Exposition ab.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Oxidationsstabilisator. [1, 2]
Pigment — Verteiltes farbgebendes Material. Farbe kann die Sonnenaufheizung beeinflussen; dunkle Dielen bleiben nicht zwangsläufig kühl.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Farbmittel. [1, 2]
Flammschutzmittel — Bestandteil zur Änderung des Brandverhaltens. Seine Anwesenheit ersetzt keine Prüfung für eine Brandklassifizierung.
Bezeichnungen und Abkürzungen: flammhemmendes Additiv. [1, 2]
Extrusion — Kontinuierliche Formgebung einer erhitzten Mischung durch eine Düse. Kühlung und Kalibrierung bestimmen die Endmaße.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Profilextrusion. [1]
Coextrusion — Gleichzeitige Formung mehrerer Materialströme zu Schichten. Die Deckschicht kann chemisch vom Kern abweichen.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Mehrschichtextrusion. [1]
Deckschicht — Äußere Schicht zur Änderung des Oberflächenverhaltens. Abdeckung und Haftung zählen; Schnittenden werden nicht automatisch wasserdicht.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Schutzummantelung; Cap-Layer. [1]
Spritzgießen — Einspritzen einer Schmelze in ein Werkzeug. Fließen, Faserorientierung und Kühlung beeinflussen das Formteil.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Spritzguss. [1]
Formpressen — Formgebung unter Druck, häufig mit Wärme. Geeignet für bestimmte Platten und Formteile, anders als kontinuierliche Extrusion.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Pressformen. [1]
Compoundierung — Verteilung von Füllstoffen und Additiven im Polymer. Gute Dispersion ist gegen Wärmebelastung und Faserschädigung abzuwägen.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Schmelzemischen. [1]
Trocknung — Verringerung der Feuchte vor der Verarbeitung. Zielwerte hängen von Rohstoff, Kunststoff und Anlage ab.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Rohstofftrocknung. [1]
Oberflächen, Druck und Produkttypen #
Extrusionsdüse — Werkzeugöffnung zur Formung des Materialstroms. Fließen, Aufquellen, Kühlung und Toleranzen beeinflussen die Auslegung.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Profilwerkzeug. [1]
Kalibrierung — Kontrolle von Form und Abmessungen während des Abkühlens. Fehler können Verzug und ungleichmäßige Wandstärken verursachen.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Profilkalibrierung. [1]
Prägung — Erzeugung eines Oberflächenmusters, häufig als Holzmaserung. Sichtbare Struktur beweist keine Nassrutschhemmung.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Oberflächenstrukturierung. [1]
Schleifen — Abtragen von Material zur Änderung der Oberfläche. Bei ummantelten Dielen kann die Schutzschicht beschädigt werden; Anleitung beachten.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Oberflächenabtrag. [1]
Schmelzschichtung (FFF) — Schichtweiser Druck mit erhitztem Filament. Holzgefüllte Materialien benötigen passende Feuchtekontrolle, Düsen und Einstellungen.
Bezeichnungen und Abkürzungen: FDM; Filamentdruck. [1]
Schmelz-Massefließrate (MFR) — Durch eine definierte Düse fließende Masse bei festgelegter Zeit, Temperatur und Last. Abweichende Bedingungen verhindern direkten Vergleich.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Schmelzindex; MFI. [9]
Vollprofil — Profil ohne vorgesehene Längshohlräume. Massive Geometrie allein belegt weder Tragfähigkeit noch zulässige Spannweite.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Massivdiele. [1]
Hohlkammerprofil — Profil mit inneren Kammern. Wandstärke, Stege, Schlagfestigkeit und Endausbildung beeinflussen die Eignung.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Hohlkammerdiele. [1]
WPC-Terrassendielen — Dielen für begehbare Außenflächen auf Auflagern. Spannweite, Rutschhemmung, Befestigung und Bewitterung produktspezifisch prüfen.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Kompositdielen; Terrassenbelag. [1]
WPC-Fassadenbekleidung — Profile zur Außenbekleidung. Brand, Wind, Befestigung und Hinterlüftung betreffen das gesamte Fassadensystem.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Kompositfassade; Fassadenprofile. [1]
Anwendungen und Montage #
WPC-Zaun — Verbundelemente für Zäune und Sichtschutz. Pfosten, Fundamente und Verbindungen müssen örtliche Windlasten aufnehmen.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Kompositzaun; Sichtschutz. [1]
Unterkonstruktionsprofil — Träger für Terrassendielen. Manche WPC-Profile brauchen durchgehende Auflage und dürfen nicht als frei spannende Balken angenommen werden.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Lagerholz; Terrassenunterkonstruktion. [1]
Randblende — Abschluss an Terrassenkanten oder Setzstufen. Dekorative Blenden sind nicht automatisch tragende Trittstufen oder Träger.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Abschlussbrett; Verkleidungsleiste. [1]
Nut und Feder — Verbindung mit vorspringender Feder in einer Nut. Ein geschlossenes Erscheinungsbild beweist keine Wasserdichtheit.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Nut-Feder-Verbindung. [1]
Verdeckte Befestigung — System zur Reduzierung sichtbarer Schraubenköpfe. Clipabstand, Bewegung und Kompatibilität richten sich nach Herstellerangaben.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Terrassenclip; unsichtbare Befestigung. [1]
Dehnungsfuge — Geplanter Freiraum für Maßänderungen. Bedarf hängt von Dielenlänge, Temperatur, Material und Montagesystem ab.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Bewegungsfuge. [1]
Achsabstand der Unterkonstruktion — Abstand zwischen Auflagermittellinien. Zulässige Werte hängen von Profil, Belastung, Temperatur und Verwendung einschließlich Treppen ab.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Auflagerabstand. [1]
Hinterlüftung — Luftbewegung zur Unterstützung der Austrocknung. Geschlossene feuchte Hohlräume können Feuchtigkeit zurückhalten.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Luftaustausch unter Terrassen. [1]
Entwässerung — Geplanter Weg für Wasser aus der Konstruktion. Dielenfugen ersetzen keine Entwässerungsplanung unter dem Belag.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Wasserableitung. [1]
Pflege — Reinigung und Kontrolle zum Erhalt von Funktion und Aussehen. Pflegearm bedeutet nicht reinigungs- oder wartungsfrei.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Wartung; Terrassenreinigung. [1]
Mechanische Eigenschaften und Beständigkeit #
Zugfestigkeit — Spannung aus einer definierten Zugprüfung. Probekörper und Konditionierung beeinflussen das Ergebnis; es ist keine Spannweitenfreigabe.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Festigkeit bei Zug. [7]
Biegefestigkeit — Festigkeitskennwert aus einer Biegeprüfung. Geometrie und Konditionierung müssen vor Zahlenvergleichen berücksichtigt werden.
Bezeichnungen und Abkürzungen: MOR. [6]
Elastizitätsmodul — Verhältnis von Spannung und Dehnung in einem Bereich. Steifigkeit ist nicht Festigkeit; Zug- und Biegemodul unterscheiden sich.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Steifigkeitsmodul; MOE. [6, 7]
Kriechen — Fortschreitende Verformung bei Dauerlast. Temperatur und Zeit wirken mit; Kurzzeitprüfungen bestimmen nicht allein die Langzeitdurchbiegung.
Bezeichnungen und Abkürzungen: zeitabhängige Verformung. [1, 3]
Schlagzähigkeit — Widerstand in einer festgelegten Schlagprüfung. Gekerbte und ungekerbte Ergebnisse sind nicht austauschbar.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Schlagfestigkeit. [1, 3]
Wasseraufnahme — Aufgenommenes Wasser unter definierten Bedingungen. Dauer, Temperatur und Probekörpergeometrie gehören zu jedem Prozentwert.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Feuchteaufnahme. [3, 8]
Dickenquellung — Zunahme der Dicke nach Feuchteeinwirkung. Sie unterscheidet sich von massenbezogener Wasseraufnahme.
Bezeichnungen und Abkürzungen: feuchtebedingte Quellung. [1, 3]
Wärmeausdehnung — Maßänderung infolge Temperaturänderung. Koeffizient, Dielenlänge und Temperaturbereich bestimmen den Bewegungsbedarf.
Bezeichnungen und Abkürzungen: thermische Ausdehnung. [1, 3]
Bewitterung — Veränderungen durch Sonne, Feuchte und Temperatur. Farbhaltung und verbleibende mechanische Leistung sind unterschiedliche Ergebnisse.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Außenalterung. [1, 3]
Rutschhemmung — Widerstand gegen Rutschen unter festgelegten Bedingungen. Nässe, Schmutz, Schuhe und Verschleiß zählen; Rillen allein sind kein Beleg.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Rutschwiderstand. [14]
Laborverfahren und Gebrauchsnachweise #
Dichte — Masse dividiert durch Volumen auf angegebener Messbasis. Profilhohlräume erschweren Vergleiche mit der Werkstoffdichte.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Masse je Volumen. [1, 3]
Thermogravimetrische Analyse (TGA) — Messung von Masseänderungen während eines Temperaturprogramms. Sie untersucht Zersetzung, bestimmt aber nicht direkt die Nutzungsdauer.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Thermogravimetrie. [1, 3]
Dynamische Differenzkalorimetrie (DSC) — Messung von Wärmestromunterschieden beim Heizen und Kühlen. Damit lassen sich Schmelzen und Kristallisation untersuchen.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Differential Scanning Calorimetry. [1, 3]
Rasterelektronenmikroskopie (SEM) — Bildgebung feiner Oberflächen- und Bruchmerkmale. Bilder unterstützen Grenzflächenanalysen, quantifizieren aber nicht allein die Haftfestigkeit.
Bezeichnungen und Abkürzungen: REM. [1, 3]
FTIR-Spektroskopie — Untersuchung molekularer Schwingungen mittels Infrarotabsorption. Die Identifikation chemischer Gruppen benötigt geeignete Vergleichsproben.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Infrarotspektroskopie. [1, 3]
Nutzungsdauer — Zeitraum der Anforderungserfüllung unter tatsächlicher Exposition und Pflege. Er ist nicht mit der Garantiezeit identisch.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Gebrauchsdauer. [1, 3]
Garantie — Vertragliches Leistungsversprechen mit Bedingungen und Ausschlüssen. Seine Dauer ist keine gemessene physische Lebensdauer.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Herstellergarantie. [1, 3]
Rückverfolgbarkeit — Verknüpfung gelieferter Produkte mit Rohstoff-, Produktions- und Qualitätsdaten. Ein Lieferantenname allein ist kein vollständiger Chargennachweis.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Chargenrückverfolgung. [1, 3]
Rezyklatanteil — Recycelter Anteil auf deklarierter Berechnungsbasis. Gesamtprodukt und ausschließlich die Kunststofffraktion dürfen nicht verwechselt werden.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Anteil recycelter Materialien. [1, 3]
Recyclingfähigkeit — Möglichkeit, Material zu sammeln und nutzbar aufzubereiten. Tatsächliche Annahme, Sortierung und lokale Anlagen müssen vorhanden sein.
Bezeichnungen und Abkürzungen: stoffliche Verwertbarkeit. [1, 3]
Kreislaufwirtschaft und Dokumentation #
Biobasiert — Ganz oder teilweise aus biologischen Rohstoffen hergestellt. Das bedeutet nicht automatisch biologisch abbaubar, kompostierbar oder umweltärmer.
Bezeichnungen und Abkürzungen: biomassebasiert. [1, 13]
Biologische Abbaubarkeit — Abbau durch biologische Aktivität unter angegebenen Bedingungen. Holzgehalt macht gewöhnliches WPC nicht kompostierbar.
Bezeichnungen und Abkürzungen: biologischer Abbau. [1, 13]
Ökobilanz (LCA) — Umweltbewertung innerhalb eines definierten Systems. Vergleiche benötigen kompatible Funktionen, Grenzen und Nutzungsdauerszenarien.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Lebenszyklusanalyse. [13]
Umweltproduktdeklaration (EPD) — Strukturierte Umweltdaten nach festgelegten Regeln. Eine EPD ist für sich kein Umweltgütesiegel.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Umweltdeklaration. [12, 15]
CO₂-Fußabdruck — Treibhausgasemissionen in CO₂-Äquivalenten innerhalb einer Systemgrenze. Transportentfernung allein bestimmt nicht den gesamten Produktfußabdruck.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Klimafußabdruck. [13]
Charge — Rückverfolgbare Produktionsmenge unter definierten Bedingungen. Chargenkennzeichnung verbindet Lieferungen, Proben und Qualitätsdaten.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Produktionslos. [1, 13]
Prüfverfahren — Festgelegtes Vorgehen zur Eigenschaftsmessung. Der Methodenname ist weder Ergebnis noch Nachweis einer bestandenen Anforderung.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Prüfmethode. [4, 5]
Produktspezifikation — Dokument mit Anforderungen und Anwendungsbereich. Produkt, Prüfungen, Annahmekriterien und Montagebedingungen sollten benannt sein.
Bezeichnungen und Abkürzungen: technische Spezifikation. [4]
EN 15534 — Mehrteilige Reihe für cellulosehaltige Materialien und Thermoplaste. Der passende Prüf- oder Produktteil muss ausgewählt werden.
Bezeichnungen und Abkürzungen: europäische WPC/NFC-Normenreihe. [4]
ISO 16616 — Norm für Prüfverfahren an Naturfaserkompositdielen im Außenbereich. Bericht muss Ausgabe und Produkt nennen.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Prüfung von NFC-Terrassendielen. [5]
Produkt- und Prüfnormen #
EN 15534-4 — Terrassenbezogener Produktteil der Reihe. Er ersetzt nicht automatisch die Teile für Bekleidung oder Zäune.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Bodenbelagsprofile und Platten. [4]
EN 15534-5 — Bekleidungsbezogener Produktteil. Ein Terrassenprüfergebnis belegt nicht die Eignung für eine Fassade.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Bekleidungsprofile und Platten. [4]
EN 15534-6 — Zaunbezogener Produktteil. Er ersetzt keine standortbezogene Bemessung von Pfosten und Fundamenten.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Zaunprofile und Elemente. [4]
ISO 178 — Verfahren für Biegeeigenschaften. Ausgabe, Probe und Bedingungen angeben; ein Entwurf ist kein veröffentlichter Ersatz.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Biegeprüfung von Kunststoffen. [6]
ISO 527 — Normenreihe zu Zugeigenschaften. Passenden Teil und geeignete Probenbedingungen für den Werkstoff auswählen.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Zugprüfung von Kunststoffen. [7]
ISO 62 — Norm zur kontrollierten Wasseraufnahme. Sie erklärt keine fertige Konstruktion pauschal für wasserdicht.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Wasseraufnahme von Kunststoffen. [8]
ISO 1133-1 — Norm für Schmelz-Masse- und Volumenfließrate. Temperatur und Prüflast sind zwingende Angaben zum Ergebnis.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Schmelzflussprüfung. [9]
EN 13501-1 — Klassifizierung auf Grundlage von Brandprüfdaten. Sie gilt nur innerhalb des dokumentierten Anwendungsbereichs.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Klassifizierung des Brandverhaltens. [10]
ASTM D7032 — Spezifikation für Verbund- und Kunststoffdielen, Stufen und Geländer. Sie ist keine europäische Zulassung.
Bezeichnungen und Abkürzungen: Leistungseinstufung von Verbunddielen. [11]
EN 15804 — Grundregeln für Umweltproduktdeklarationen. Vergleiche benötigen kompatible Regeln, Einheiten, Module und Szenarien.
Bezeichnungen und Abkürzungen: EPD-Regeln für Bauprodukte. [12]
Green Plank Produkte und technische Unterlagen #
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Quellen & weiterführende Literatur
- USDA Forest Products Laboratory — Wood/Nonwood Thermoplastic Composites ↗USDA Forest Products Laboratory · web · 2026-10-17
- USDA Forest Products Laboratory — Raw materials for wood-polymer composites ↗USDA Forest Products Laboratory · web · 2026-10-17
- USDA Forest Products Laboratory — Fungal and moisture durability of WPC ↗USDA Forest Products Laboratory · web · 2026-10-17
- BSI — EN 15534 series: scope of parts 1, 4, 5 and 6 ↗BSI · web · 2026-10-17
- ISO 16616 — exterior NFC deck-board test methods ↗ISO · web · 2026-10-17
- ISO 178 — flexural properties of plastics ↗ISO · web · 2026-10-17
- ISO 527-1 — tensile properties of plastics ↗ISO · web · 2026-10-17
- ISO 62 — water absorption of plastics ↗ISO · web · 2026-10-17
- ISO 1133-1 — melt mass-flow and volume-flow measurement ↗ISO · web · 2026-10-17
- BSI — EN 13501-1: reaction-to-fire classification ↗BSI · web · 2026-10-17
- ASTM D7032 — performance ratings for deck boards, stair treads, guards and handrails ↗ASTM International · web · 2026-10-17
- EPD International — construction-product PCR and EN 15804 ↗EPD International · web · 2026-10-17
- ISO 14040 — life cycle assessment framework ↗ISO · web · 2026-10-17
- HSE — assessing slip resistance of flooring ↗HSE · web · 2026-10-17
- EPD International — what environmental declarations communicate ↗EPD International · web · 2026-10-17
- Green Plank — WPC-Terrassendielen ↗Green Plank · web · 2026-10-17
- Green Plank — WPC-Fassadenbekleidung ↗Green Plank · web · 2026-10-17
- Green Plank — WPC-Zaun ↗Green Plank · web · 2026-10-17
- Green Plank — Randblende ↗Green Plank · web · 2026-10-17
- Green Plank — Produktspezifikation ↗Green Plank · web · 2026-10-17
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Wood–Plastic Composites (WPC) & Natural Fibre Composites (NFC) Knowledge Reference. “WPC-Lexikon: 100 Begriffe, Verfahren und Normen” Version 1. Updated 2026-10-17. https://woodplasticcomposite.net/de/guides/wpc-lexikon-begriffe-normen/
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